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Ein gelungenes Début in Dresden

Oft sind es Debütanten, die einen der großen festlichen Bälle eröffnen. Die etwas aus der Mode gekommene Tradition aus dem letzten Jahrhundert gewinnt aber wieder mehr an Zuspruch in der heutigen Zeit. So auch erst beim kürzlich in Dresden arrangierten Semperoper-Ball.
Das Debütanten nicht immer auf der Fläche stehen müssen, sondern auch mal am Rande, haben wir nicht oft. Denn viel zu selten wagt sich heute noch ein Verein, ein Turnier für gleichgeschlechtliche Paare auszurichten. Umso verständlicher ist es, dass am Morgen des 15. März 2014 eine gewisse Nervosität in den Vereinsräumen des TSK Residenz Dresden e.V. in der Luft lag, die sich jedoch nach Turnierbeginn schnell legte. „Es sei schließlich sein erstes Equality-Turnier“ sagte Turnierleiter Michael Hölschke zur Begrüßung, aber schnell hatte ihn dann doch der Turnierablauf fest im  Griff.
Der Dresdner Tanzsportverein hatte zum 1. Elbsandstein-Pokal Turnier eingeladen. Eine ansehnliche Zahl Tänzerinnen und Tänzer waren dem Aufruf gefolgt. Darunter auch einige neue Paare aus den eigenen Vereins-Reihen und neue Paar-Konstellationen aus Berlin und Hamburg. So standen an diesem Tag Debütanten nicht nur auf der Fläche, sondern auch in der Turnierleitung.
Mit nur 8 Paaren im Turnier der Latein-Tänze war das Feld der Teilnehmer recht übersichtlich. Eine leichte Sache sollte man meinen.  Schnell stellte sich dann doch heraus, dass Equality-Tanzsport seine eigenen Besonderheiten hat. So ergaben sich nach der Sichtung der Paare je zwei eindeutige A- und D-Klasse-Paare. Drei Paare in B und ein Paar wurde in C gesichtet. Nach langem Rechnen entschied man sich dazu letztendlich nur 2 Klassen tanzen zu lassen. Es wurde dann zunächst eine D-Klasse mit drei Paaren ausgetragen, die Sophia Arkenstette & Karin Rosa Pursche von pinkballroom Berlin für sich entschieden. Zusammen mit den übrigen Paaren durften sie dann am Abend in einer B-Klasse um die Trophäe, den Elbsandstein-Pokal der Latein-Paare, kämpfen.
Damit war der erste Teil leider schon sehr schnell vorbei und die Paare hatten sehr viel Zeit zur Erholung, zum Umziehen und Eintanzen für den Nachmittag.

Der zweite Teil startete gegen 15 Uhr mit der Sichtung der Standardpaare. Insgesamt standen 16 Paare in 3 Runden auf der Fläche, um von den fünf Wertungsrichtern klassifiziert zu werden. Die Ergebnisse fielen hier eindeutiger aus: 6 Paare erreichten die A-Klasse, 2 die B-Klasse und jeweils 4 die C- und D-Klasse.
Vor dem Turnier der D-Klasse zeigte der Verein, dass er schon die Jüngsten spielerisch an das Tanzen heranführt. So präsentierten die beiden Kindergruppen jeweils einen kleinen Show-Tanz. Das Turnier der D-Klasse entschied dann das Heimische Paar Andrea Siegert & Christine Kloss für sich. Auch vor dem Turnier der C-Klasse gab es wieder eine kleine Show-Einlage, diesmal waren es zwei Paare der Altersklasse Junioren I, die jeweils in drei Standard- und drei Latein-Tänzen einen kleinen Eindruck ihrer tänzerischen Leistungen zeigten.

Den ersten Platz in der C-Klasse ertanzten sich  dann wieder Sophia Arkenstette & Karin Rosa Pursche von pinkballroom Berlin, während es für die nachfolgenden Plätze noch bis nach der Ausrechnung durch den Computer spannend blieb. Denn der Ausrichter hatte sich für eine geschlossene Wertung mit anschließend offener Anzeige entschieden. Hierbei wurden die Noten für die einzelnen Tänze von den Wertungsrichtern erst nach dem letzten Tanz angezeigt. Diese Form der Benotung war unterhaltsam für das Publikum und spannend für die Tänzer, machte es aber schwer die Platzierung im Kopf zusammen zu rechnen, wenn es in den Zahlen durcheinander ging.

Mit dem Siegerpaar der C-Klasse ging es dann in die B-Klasse. Doch bevor die 3 Paare aufs Parkett durften, zeigte eine Gruppe vom Tanzlabor Dresden, eine andere Form von Tanz. Hip Hop und New Jazz  wurden dargeboten und mit lautem Beifall des Publikums bedacht. Anschließend durfte auch das Publikum auf die Tanzfläche, anfangs noch zögerlich aber begleitet von den Teilnehmern der bereits ausgetanzten Klassen, füllte sich die Fläche recht schnell. Wie konnte es auch anders sein, der Sieg der B-Klasse ging dann ebenfalls wieder nach Berlin. Mareike Himme & Daniela Weber belegten den ersten Platz, aber in dieser Runde ging ja sowieso Niemand ohne Medaille nachhause.

Gut eine halbe Stunde vor dem Zeitplan war der zweite Teil des Tages beendet und Teilnehmer und Gäste nutzten nun die längere Pause, um sich am Buffet zu stärken, Gespräche zu führen und das Tanzbein zu schwingen. Das Organisationsteam des TSK-Residenz Dresden e.V. das hauptsächlich aus den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der gleichgeschlechtlichen Tanzsportgruppe des Vereins QUEERBALLROOM bestand, hatte sächsische Kartoffelsuppe, belegte Brötchen, Salate und (Sandstein-)Kuchen im Angebot und kurzerhand einen Trainingssaal zur Cafeteria umgebaut.

Der Abend und damit der letzte Teil des Tages, begann wieder mit Latein. Wie schon bereits erwähnt, hatte man sich entschieden, eine B-Klasse auszutragen. Für die Unannehmlichkeit, dass zwischenzeitlich davon die Rede war, dass es doch eine A-Klasse gibt, entschuldigte sich der Turnierleiter bei den Paaren. So wurde dann das beste Latein-Paar und damit die Siegerinnen des ersten Elbsandstein-Pokals in 4 Tänzen ermittelt. Ulrike Hesselbarth & Kirstin Marunke von pinkballroom nahmen die Trophäe mit nach Berlin.


Das letzte Turnier des Tages begann dann zunächst mit einer Vorrunde. Sieben Paare standen in zwei Gruppen auf der Fläche und kämpften zunächst um den Einzug in das Finale. Dies wurde im Anschluss mit sechs Paaren ausgetragen. Den Sieg und damit den zweiten Sandstein-Pokal, trugen dann nach kräftezehrenden Endrunden Antje Reißmann  & Annette Niedball wieder mit nach Berlin, diesmal aber zum Blau-Silber Berlin e.V.


Der Tag stand also ganz im Zeichen von Berliner Siegern, obwohl Paare auch aus dem Norden und Süden der Republik gekommen waren und diesmal leider leer ausgingen. Dennoch war die Stimmung im Saal den ganzen Tag sehr gut und alle Paare fühlten sich wohl. Der Veranstalter hatte sein Hausaufgaben gemacht und das Turnier trotz kleiner Pannen sicher und souverän bewältigt und ein kurzweiliges Programm geboten.
Am Ende war man sich im Saal einig, dass mit dem Elbsandstein-Pokal ein erfolgreiches Début erfolgte. Im jährlichen Wechsel mit dem Kleeblatt-Turnier in Führt könnte dies für alle Paare eine lohnenswerte Bereicherung des Turnier-Kalenders werden. Sehen wir uns hoffentlich wieder zum 2. Elbsandstein-Pokal Turnier 2016 in Dresden.
 
Alle Ergebnisse gibt es im Detail hier: http://www.equalitydancing.de/files/Ergebnisse/140315_ESP-Dresden/index.htm
 
Fotos: Hans-Jürgen Dietrich (DVET) - weitere Bilder folgen.  

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